Das arbeiten gehen? Nicht jede/r ist für gutbezahlte Posten geeignet. Ich selbst bin Vollzeit tätig. Ich mag meinen Job nicht wirklich, übe ihn aber trotzdem aus. Warum? Nicht für eine Rente, soviel ist klar. Dafür verdiene ich zu wenig. Sondern einfach nur, weil ich das Geld brauche. Das ist tatsächlich der einzige Grund. Es ist mir auch egal, wie es meinem Arbeitgeber so geht. Loyalität? Gleich null! Stichwort Innere Kündigung.

Leider habe ich auch nicht wirklich die Wahl, mein Arbeitgeber zahlt hier im Umkreis noch die ‚besten‘ Löhne. Aber dieses ’sich gezwungen fühlen‘ kann einen echt fertig machen. Und bei dem Gedanken an Rente wird mir ganz schlecht. Das wird in Grundsicherung enden 🙁 Da lohnt dann auch keine Betriebsrente mehr, wird angerechnet. Jetzt natürlich die Frage, warum man nicht einfach mehr aus seinem Leben gemacht hat. Die ist einfach beantwortet: Weil vieles leider nicht so gelaufen ist, wie ich das gerne gehabt hätte. Und ab einem gewissen Alter ist da einfach Schluß. Da ist man froh, überhaupt noch einen Job zu haben. Und nicht ständig im „Jobcenter“ gedemütigt zu werden. Das Vergnügen hatte ich auch schon. „Kurse“ ohne Ende, die nach wenigen Wochen nur noch darin bestehen anwesend zu sein, was man tut oder nicht tut, ist völlig egal. Hauptsache anwesend und die Arbeitsagentur kann weiter sinnlos Steuergelder verbrennen. Einen Job gibt es nur durch Eigeninitiative, eigene Erfahrung.

Im IT-Bereich habe ich mir selbst einiges beigebracht, bzw. kann mich recht schnell in neue Software einarbeiten. Aber der Versuch, eine Ausbildung oder Job in diesem Bereich zu bekommen, war leider aussichtslos. Ich habe kein Abi. Hab das auch ohne geschafft. Aber Arbeitgeber die nur schauen, was man schwarz auf weiß hat, interessiert alles andere nicht. Soweit zumindest meine Erfahrung.